Slowakei

 zurück zur Übersicht

Slovakei

An zwei Tagen weilte ich in der Slowakei und fuhr dabei 120km entlang der Donau. Kurz vor Bratislava kam ich ins Land hinein und verließ es in Komarno, wo ich auf die ungarische Seite der Donau wechselte.

Ich fuhr entlang stiller Auenlandschaften und kleiner Dörfer. An einem Tümpel traf ich auf eine Gruppe Biologen aus Brno, die hier nach dem größten Süßwasserkäfer der Welt suchten. Laut ihnen lebt dieser nicht, wie seine Größe vermuten lässt , in den Tropen, sondern in Zentraleuropa und ist sehr selten. Die Wasserschnecken, von denen sich der Käfer ernährt, sind nahezu ausgestorben. Die Biologen hatten sowohl die Schnecken als auch die Käfer im Tümpel gefunden und zeigten mir ihre „Fundstücke“.

Ich traf einen Slowaken, der mir erzählte, dass in der Slowakei ein Null Promille-Gebot für Fahrradfahrer besteht und sowohl Helm als auch grüne Warnweste getragen werden müssen, wenn es regnet oder die Sicht schlecht ist. Das Gesetz wurde 2009 eingeführt, weil die Unfahlzahlen mit betrunkenen Fahrradfahrern, meist männlich und im mittleren bis fortgeschrittenen Alter befindlich, so horrend hoch waren.

Ich stellte fest, dass die EU, insbesondere Deutschland, bereits ihre Spuren in der Slowakei in Form von dm-Markt, kik Textil, Allianz und Deichmann hinterlassen hat. Die Richtung der Unternehmensexpansion von Deutschland in die Slowakei hinein schien problemlos zu funktionieren, die umgekehrte Richtung von der Slowakei nach Deutschland scheinbar eher nicht. Zumindest kann ich in Deutschland keine slowakischen Handelsketten und Produkte finden. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

zurück zur Übersicht

 

 

Mit dem Fahrrad quer durch Europa und Asien